Nach dem Gymnasium begann die eigentliche Abnabelung vom Elternhaus. Auf ausdrücklichen Wunsch meines Vaters machte ich vor dem Studium eine kaufmännische Lehre bei der Fa. Melitta in Minden. Ich habe das damals nicht verstanden, aber es war wohl eine richtige Entscheidung, die meinen Blick auf die Welt wesentlich geprägt hat. In diesen 2 Jahren habe ich Menschen aus anderen Lebensräumen als daheim kennengelernt, Freundschaften geschlossen. Beruflich war es ein sehr offenes Umfeld mit großer Eigenverantwortlichkeit schon in diesen jungen Jahren. Ich hatte erstmals größeren Entscheidungs-/Gestaltungsspielraum, denn ich voll genutzt habe. Diese Erfahrung hat meinen gesamten weiteren Lebens- und Berufsweg geprägt. Ich hatte das große Glück bereits in den Studienjahren weiter Verantwortung im studentischen Umfeld wahrzunehmen und danach diesen Weg bei der Nixdorf Computer AG fortsetzen zu können, gefördert zu werden und hier die Grundlage für meinen beruflichen Werdegang legen zu können.
Später habe ich verstanden, das diese berufliche Entwicklungschanchen auch wesentlich mit dem verlorenen Krieg zutun hatten. Jede Hand wurde in dieser Zeit gebraucht und die Bereitschaft selbstständig und verantwortlich zuhandeln, wurde begrüßt und letztlich belohnt.